Infos zum Chaco

Infos zum Chaco

Chaco

Der Chaco Paraguayo umfasst eine Fläche von 246.925 qkm, das sind ca. 60% des Landes. Der Name „Chaco“  bedeutet in der Indianersprache soviel wie „Jagdgebiet“.

Politisch ist der Chaco in drei Departaments geteilt:

Villa Hayes, Boqueron und Alto Paraguay.

Von Asunción bis hin nach Bolivien führt ein asphaltierter Weg.

Die ersten 200km fährt man durch ein Feucht- und Sumpfgebiet, das von einer Palmensavanne durchzogen und hauptsächlich für Viehzucht, sog. „estancias“ genutzt wird.

Dann ab dem südlichen Wendekreis, etwa ab dem Ort Pozo Colorado, ändert sich die Vegetation. Das heißt allerdings nicht, dass Flora und Fauna verschwinden. Es wird zwar zunehmend trockener, die Hölzer werden härter und das Dornengebüsch nimmt zu, doch auch die Vielfalt. Genutzt wird das Land für Ackerbau und Viehzucht.

Fährt man noch weiter nord-westlich in Richtung Bolivien, wird es noch sandiger und trockener. Kurz vor der Grenze zu Bolivien liegt auch der größte Nationalpark Paraguays, der „Defensores del Chaco“.

Der Chaco zählt zu den wichtigen ökologischen Systemen der Welt. Die große Vielfalt an Büschen, Bäumen, Kräutern und Pflanzen (davon gibt es einige Tausend) sowie Temperaturschwankungen, laden zu einem unvergesslichen Besuch in den Chaco ein.

 

Bevölkerung

Im Chaco leben ca. 10% der Gesamtbevölkerung Paraguays. Ganz unterschiedlicher Herkunft sind Leute und Sprache. Man kann von drei Bevölkerungsgruppen sprechen:

Die Indianer, Ureinwohner des Chacos: Dazu gehören 13 unterschiedliche ethnische Völker. Viele dieser Einwohner leben in ihren Reservaten, andere in den Städten Filadelfia und Loma Plata, sowie in den anliegenden Ortschaften.

Die deutschsprachigen Mennoniten: In den Jahren 1927 bis 1932 und 1947 sind die meisten deutschsprechenden Mennoniten in den Chaco gekommen und haben hier drei Kolonien gegründet: Menno, Fernheim und Neuland. Gründe für die Auswanderung und sich hier sesshaft zu machen, waren religiöser Art.

Jede Kolonie hat ein Verwaltungszentrum, das von den Mennoniten eigenständig verwaltet wird.

Die sog. Lateinparaguayer: Sie leben vom Ackerbau und von der Viehzucht, sowohl an den Flussufern, wie auch in kleinen Ortschaften oder auch innerhalb der drei Kolonien.